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“Wir haben die vier Temperamente. Jeder hat alle vier in sich, allerdings in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen.”

Johann Wolfgang von Goethe

Zur Typologie:

Der Wunsch nach Selbsterkenntnis und der Reflektion anderer Menschen ist Jahrtausende alt. Bis in 3 Jahrtausende vor Christus reichen beispielsweise die Wurzeln der westlichen und indischen Astrologie, eine gängige und bis heute beliebte Form der Typologie zurück.

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Die “Vierteilung” des Typus in Verhaltenskategorien erfolgte durch den griechischen Arzt Hippokrates (460 / 377 v. Chr.), der den vier Elementen (Wasser, Feuer, Luft, Erde) vier Körpersäfte (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle) zuordnete.

Im alten Rom schließlich erhielten die beobachtbaren Grundmuster durch Galensus (250 v, Chr.) die auch noch heute durchaus gängige Namen: Der Choleriker, der Sanguiniker, der Phlegmatiker und nicht zuletzt der Melancholiker. Noch heute bilden sie Grundlage für viele Persönlichkeitsmodelle.

Eine weitere wesentliche Basis der Typenmodelle schuf C.G. Jung (1875 bis 1961) der nach extravertiert und introvertiert und in den Untergruppen jeweils nach Empfindung, Fühlen, Intuition und Denken unterschied.

Das Typologiemodell von Fritz Riemann (1902 -1979) formuliert noch zugespitzter die vier Hauptcharaktere der alten Griechen. Die Beschreibung des Psychologen der Typen in Krankheitsbilder lässt so manchen erschaudern. Die Rede ist im wissenschaftlich-psychologischen Befund von schizoid, hysterisch, zwanghaft und depressiv.

Der amerikanische Psychologe William Moulton Marston (1893-1947) schaffte auf Basis der Arbeiten Riemanns dann den Zugang für die Emotionen des “normalen Menschen”. Nun werden die Typen mit: dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft charakterisiert.

Das von uns präferierte Riemann-Thomann Modell definiert sich durch den Schweizer Psychologen Christoph Thomann (* 1950). Er unterscheidet nach: Näheausrichtung, Distanzausrichtung, Dauerausrichtung und Wechselausrichtung.

Menschliches Zusammensein findet außerhalb von Kategorien statt. Typologien helfen uns jedoch, unverständliche Welt zu erobern. Sie erforschen die Motive von Handlungen und Handlungsverweigerungen in einem dynamischen Modell.

Sie helfen uns, eine Antwort darauf zu finden, warum bei einem nahezu alles gelingt, während wir bei anderen kläglich scheitern….und sie geben der Aussage “typisch” eine neue Dimension menschlicher Begegnungsqualität.

Wir wünschen Ihnen ein Maximum an Inspiration und weiterführenden Erkenntnissen. Vielleicht schon bis bald herzlichst Ihr

Harald Sontowski und Team

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